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Geschichte

Historische Entwicklung

Die Besiedlung des Gemeindegebiets in der Römerzeit ist durch Gutshöfe bei Niederwil und Dätwil belegt. Adlikon wurde 1255 als Adlinikon erstmals erwähnt. Seit dem Jahre 1818 ist Adlikon eine selbstständige Gemeinde. 1872 trennte sich Humlikon von Adlikon ab. Eine gewisse wirtschaftliche Entwicklung erfolgte ab 1958.

Bauliche Entwicklung

Besonders die Ortsteile Adlikon und Niederwil haben sich in ihrer Struktur und Form des Ortsbildes ausgedehnt. Der Kern ist noch klar erkennbar. Viele neue Bauten sind aber am Rande der Siedlung dazugekommen. Die lokalen Ortsnamen erschliessen die früh- und hochmittelalterlichen Siedlungsvorgänge: Östlich des Dorfes Adlikon befindet sich ein Gürtel mit „-wil“-Namen, die allgemein einer frühen Ausbauphase (8.-11. Jh.) zugerechnet werden. Im Spätmittelalter sind dann Wüstungsprozesse festzustellen. Aus diesen Siedlungsepochen ist wohl keine Bausubstanz mehr tradiert. In der Neuzeit ist dann von der Entwicklung einer Hofgruppensiedlung zu einem Weiler auszugehen, wobei die Bausubstanz primär ins 18. und 19. Jh. datiert. Evtl. sind im Innern der Bauten auch frühere Bauphasen (16. Jh. bis 17. Jh.) festzustellen.

Mit Blick auf die Kartenwerke und die Bautypen ist sodann festzuhalten, dass sich die Siedlung vorerst in der ersten Hälfte des 19. Jh. verdichtete und dass insb. in der zweiten Jahrhunderthälfte einige Bauten ersetzt, ergänzt oder rückgebaut worden sind. Gegen Ende des Jahrhunderts verschwanden wie im gesamten Weinland ein Grossteil des Reblandes um die Siedlung. Erst in der Nachkriegszeit ist eine weitere Siedlungsphase festzumachen - nun mit neu erstellten, zu den bestehenden Höfen gehörigen, grossen Ökonomiebauten. Das spätere 20. Jh. und frühe 21. Jh. wiederum ist von neuen Wohnbauten sowie Ersatzneubauten geprägt.

Die Siedlungsausdehnung hielt sich in den Grenzen der im 19. Jh. abgeschlossenen Siedlungsstruktur. In dieser Zeit wurden v.a. Wiesland und Krautgarten zwischen den Höfen, inbs. entlang der Hauptstrasse überbaut.